Tageslosung

Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer.
Sprüche 21,3
 

Kalender

 

Die Geschichte unserer Gemeinde

Die Entstehung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Denkmalweg

Die historischen Wurzeln der Gemeinde Denkmalweg reichen ins 19. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit, um 1850 herum, lebt eine Frau namens Siebert, die mit ihren Kindern jeden Sonntag eine lange Wegstrecke auf sich nimmt, um an den außerkirchlichen Gottesdiensten im Haus von Wilhelm Alberts in Großfischbach teilzunehmen. Sie lädt ihn und einen weiteren Reiseprediger dazu ein, doch auch in ihrem Haus in Gummersbach Ecke Schützenstraße/Wilhelmstraße (Foto 1) Versammlungen abzuhalten. 1864 tritt Frau Siebert aus der Kirche aus. Es folgen ihr einige andere, die sich dieser frühen „Gummersbacher Christlichen Versammlung" (so die damalige Bezeichnung) anschließen.

 

Um allen 50 - 60 Personen Platz zu bieten wird 1873 in der Kaiser­straße 83 (Foto 2) ein Grundstück gekauft und ein Gebäude errichtet. Aufgrund des stetigen Wachstums der Gemeinde und dem folglich zu kleinem Versammlungsraum, entsteht 1902/03 ein Neubau am Denkmalweg 16 (Foto 3). 1912 folgt der Anbau des Hauptsaales, wodurch nun über 400 Leute untergebracht werden können.
Die Gemeinde Denkmalweg gehört zu dieser Zeit zu den sogenannten „Elberfelder Brüdern", d.h. sie ist eine exklusive, in ihrer Bibelauslegung konservative Versammlung. „Offene Brüder", in ihrer Auslegung etwas freier, versammeln sich als Gemeinde in der Friedrichstraße. 

 

Im Juni 1937 wird die Versammlung am Denkmalweg von den Nazis verboten, unter dem Zwang sich dem BfC (Bund freikirchlicher Christen) anzuschließen, im September desselben Jahres aber wieder erlaubt. Nach der Bildung des BfC schließen sich die exklusiven und offenen Brüder zusammen. Martin Siebert (1947/48 auch Bürgermeister von Gummersbach) wird erster Gemeindeleiter. 1941 kommt es zum Zusammenschluss des BfC mit den Baptisten zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Mehrmals (1940 und 1944) werden die Gemeinderäume beschlagnahmt. Währenddessen finden die Versammlungen gemeinsam mit einer anderen Gemeinde, der FEG Hohestraße, in Alternativunterkünften statt. Mit der FEG werden v.a. in der ersten Nachkriegszeit enge Kontakte gepflegt.

 

1949 tritt die Gemeinde Denkmalweg aus dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) aus und es kommt zur Teilung der Versammlung. Ein Teil der Gemeindemitglieder schließt sich zu einer exklusiven Versammlung zusammen, die sich nun in der Industriestraße trifft. Der andere Teil (die heutige Gemeinde Denkmalweg) gehört seit 1949 zum sogenannten Freien Brüderkreis.
Zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen, Um- und Anbauten, werden in Angriff genommen. So investiert man 1958 in einen Eingangsraum, die Garderobe und die Toiletten (Foto 4). Ein Jahr später folgt der Innenausbau des Saales. Ein großer Anbau für Nebenräume und die heutige Hausmeisterwohnung entstehen 1972/73.

 


Ein weiterer An- und Umbau der Gemeinde Denkmalweg (Foyer und Aufzug) wird im November 1992 eingeweiht 
Zur Gemeinde im weiteren Sinne gehörten die Teestube in der Gimbornerstraße, die 1978 ihre Arbeit aufnahm und das Café & Buch, das im November 1991 in der Kaiserstraße 55 eröffnet. Nach kurzzeitiger Schließung feiert das Café im Jahr 2002 seine Wiedereröffnung und verkauft heute antiquarische Bücher.